Dienstag 12. Mai 2026
Wir starten unsere Paradies Radtour mit der Eisenbahn von St Georgen über Bruck an der Mur nach Graz. Nach einer Stärkung bei Kaffee in der Konditorei AIDA bringt uns die S3 nach Jennersdorf.
Wir sind sehr erfreut dass wir sofort in Jennersdorf die Markierung für den Paradies Radweg finden. Leider war die Freude zu früh, die Markierung hat uns in die falsche Südschleife geführt, also umdrehen und 20 km umsonst geradelt. Vor unserem Etappenziel nahe der Stadt Güssing führt uns mein Bosch Navi auch noch einen steilen Schotterweg zu unserem Quartier in Glasing. Wir übernachten im Gasthof silberner Hirsch, leider hat das Restaurant schon seit längerer Zeit geschlossen, so sind wir sehr froh dass mein alter Freund Franz Schils uns mit seinem Auto zum nahegelegenen Buschenschank bringt. Ein guter Abschluss unseres 1. Radtages!
Fahrtstrecke: 59 km - Durchschnitt: 18,9 km/h - reine Fahrzeit 3,02 h.
Mittwoch 13. Mai 2026
Um 9 Uhr starten wir unsere 2. Etappe, nach der Ortschaft Strem fahren wir entlang vieler alter Kellerstöckel, alle sind sehr schön restauriert und richtig herausgeputzt, werden offenbar an Urlauber vermietet.
Nach der Ortschaft Bildein entscheiden wir uns eine Strecke von etwa 15 km über Ungarn zu fahren, natürlich gibt es hier keine Grenzkontrollen, der Unterschied zum Burgenland ist an den Häusern deutlich sichtbar! Bei Schachendorf wählen wir wieder die falsche Richtung am Radweg, da er sehr schlecht markiert ist, vor allem ohne Zusatztafel wohin der Radweg führt. So landen wir beim stark befahrenen Bundesstraßen Grenzübergang in Schachendorf. Zum Glück treffen wir einen freundlichen Polizisten der uns den Weg nach Rechnitz beschreibt. Zu Mittag speisen wir im Stadtgasthaus ausgezeichnet und noch dazu sehr preiswert.
Ab Rechnitz ist der Bahnradweg sehr leicht zu finden und wir radeln flott auf der alten Bahntrasse bis Großpetersdorf. Wir übernachten im Hotel GIP am Ortsrand.
Tagesstrecke: 66 km - Durchschnitt: 18,6 km/h - reine Fahrzeit 3,3 h.
Donnerstag 14. Mai 2026
Wir starten um 9 Uhr in Großpetersdorf und versuchen den Tauchental Radweg B51 zu finden. Nach einem Fehlversuch ist es uns dann doch gelungen über Neumarkt im Tauchental die Stadt Schlaining zu erreichen. Sehr sehenswert ist die mächtige Burg Schlaining.
Bald danach erreichen wir den Kurort Bad Tatzmannsdorf und machen am Hauptplatz eine Pause beim Kaffeehaus. Leider gibt es die gute Bäckerei, die wir von früheren Kuraufenthalten bestens in Erinnerung haben nicht mehr. Nach der kurzen Pause wählten wir wieder den falschen Bahnradweg, da nicht markiert! So fahren wieder zurück nach Bad Tatzmannsdorf, mit einem kleinen Umweg über die Landesstraße erreichen wir trotzdem Pinkerfeld, wo wir zufällig vor dem Gasthof Ebner landen. Hier habe ich mit meinem Freund Herbert vor mehr als 50 Jahren den ersten öffentlichen Bleistiftspitzer montiert.
Weiter geht es mit schlechter Markierung und mehrmals unter oder über die Südautobahn, bis wir am frühen Nachmittag die Autobahn Raststätte Landzeit in der Nähe von Markt Allhau erreichen, unser heutiges Nachtquartier (andere Unterkünfte gibt es hier nicht). Da die Raststätte um 17 Uhr schließt haben wir schon vorher unser Abendessen genossen.
Der Bahntrassenweg war ein schöner Höhepunkt des heutigen Tages!
Tagesstrecke: 51 km - Durchschnitt: 18,2 km/h - reine Fahrzeit: 2,5 h
Freitag 15. Mai 2026
Nach einer Runde mit unseren Fahrrädern über den Autobahnparkplatz Mark Allhau folgen wir weiter dem Paradiesradweg. Der Radweg führt mal über verkehrsarme Landstraßen, mal geschottert, ab und zu auch ruhig und nett. Nach einer kurzen Kaffeepause in Rohrbrunn kürzen wir über die Gemeindestrasse ab und erreichen am frühen Nachmittag unser Etappenziel in Loipersdorf. Wir werden freundlich in der Sunny Hill Frühstückspension empfangen und haben Zimmer mit Balkon und Frühstück um 53,- Euro !!! ein sensationelles Preis/Leistungsverhältnis.
Zum Abendessen wird uns der Heurige Thermenstadl (0699 163 15 203 Sandra & Michael) gleich nebenan empfohlen, ein ausgezeichneter Tipp. Wir essen Rindsrouladen - die besten seit langem - und Palatschinken nachher. Dazu schmeckte der Uhudler vorzüglich!
Ein schöner Radtag mit Tagesstrecke: 52km - Durchschnitt: 19,8 km/h - reine Fahrzeit: 2,4 h
Samstag 16. Mai. 2026
Nachdem wir einen Teil der Südroute am Dienstag schon "irrtümlich" gefahren sind entscheiden wir uns für den früheren Zug um 12.15 Uhr ab Jennersdorf und erreichen über Graz und Bruck an der Mur am späten Nachmittag unsere Heimat.
Im Paradies ist ja angeblich alles optimal, was man von der gleichnamigen Radtour nicht behaupten kann! Teilweise schlechte Markierung, viele Wege mit öffentlichem Verkehr, teilweise Schotter und fehlende Kulinarik/Quartiere. Das Highlight war der Bahntrassenweg Rechnitz bis Bad Tatzmannsdorf, schöne Landschaft in der Uhudler Region, freundliche, auskunftsbereite Bevölkerung und vor allem das sehr gute Radwetter! Trocken und nicht heiß, kaum Gegenwind, wenig Steigungen, daher immer ausreichend Batterie!
Gesamtstrecke mit An- und Abfahrt: 244 km