Neues NATURA 2000 Gebiet in unserer Gemeinde!

Großer Tag für den Naturschutz in Kärnten Gebiet Mannsberg-Boden wird Natura 2000- Gebiet.

 In der Regierungssitzung am 6.7. beschloss die Kärntner Landesregierung einstimmig die Meldung des Gebietes Mannsberg-Boden als hochwertiges Natura 2000-Gebiet an die Europäische Kommission. Unter den mittlerweile fast 150 Schutzgebieten in Kärnten, davon sind 32 Natura 2000-Gebiete, ist dieses mit knapp 7 km² (683 ha) das mit Abstand größte zusammenhängende Schutzgebiet außerhalb der hochalpinen Zone.

Erfreulich sei die freiwillige Teilnahme der Grundeigentümer des nominierten Gebietes, welches ein Vorzeigeprojekt für ganz Österreich darstellen werde. Bis vor wenigen Jahren war das Gebiet nordwestlich von Brückl (Gemeinde Kappel am Krappfeld und St.Georgen am Längsee) nur den Eigentümern und Bewohnern der Region und den Fachleuten des Naturschutzes beim Amt der Kärntner Landesregierung bekannt. In ihm werden bereits seit 1990 Erhebungen und Pflegemaßnahmen durchgeführt. Das Gebiet ist nicht nur aufgrund der Größe einzigartig, sondern auch wegen der Qualität der vorhandenen Flora und Fauna.

In ihm kommen 19 geschützte Orchideen ebenso vor, wie europaweit seltene Buchenwald-Lebensräume. Mit dem Alpenbockkäfer und der Schmetterlingsart Russischer Bär findet man zwei Tierarten, deren Erhalt von größtem Interesse ist.

Unterstützt wurde das Projekt auch durch die Gemeinde St. Georgen am Längsee, welche nicht nur einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss zur Unterstützung des Projektes fasste, sondern auch im Rahmen einer Bürgerinitiative in den umliegenden Ortschaften 350 Unterschriften für dieses Schutzgebiet gesammelt hat. Ganz ohne Probleme ging die Sache dennoch nicht über die Bühne. "Leider konnten wir vereinzelte Grundeigentümer nicht von diesem Richtungsweisenden Schutzgebiet überzeugen. So waren vor allem die persönlichen Gespräche mit den Vertretern des Domkapitels Gurk am Ende nur bedingt fruchtbringend." Zwar hat dieses eine äußerst hochwertige Fläche im Ausmaß von rund 130 ha in das Natura 2000-Gebiet eingebracht, dies ist jedoch eine reduzierte Variante von der ursprünglich vom fachlichen Naturschutz erhobenen Fläche. Sie belief sich auf rund 450 ha. Enttäuschend ist es vor allem, dass das Domkapitel den Erhalt potentieller Gewinnmöglichkeiten und die Hintanhaltung wirtschaftlicher Einbußen vor den Schutz der Schöpfung und damit unserer wertvollen Kärntner Natur stellt.

Dennoch haben wir letztlich eine Natura 2000-Gebietsgröße erreicht, die ihresgleichen in den Tallagen Kärntens sucht, diesen bedeutenden Schritt für den Naturschutz in unserem Bundesland gesetzt zu haben.

Klimabündnis

Bei der Gemeinderatssitzung am 30. Juni 2010 ist unsere Gemeinde dem Klimabündnis beigetreten!

Das Klimabündnis ist eine globale Partnerschaft zum Schutze des Weltklimas zwischen insgesamt über 1.600 europäischen Kommunen und der COICA, der Dachorganisation der indigenen Völker der Amazonas-Regenwaldgebiete. Die Zentrale der Europakoordination ist in Frankfurt.

 

Dem Klimabündnis haben sich in Österreich bisher über 800 Städte und Gemeinden sowie alle Bundesländer angeschlossen. Die Mitglieds-Gemeinden, Städte und Länder haben  u. a. ihre Absicht erklärt, ihre

 

· CO2-Emissionen umfassend zu reduzieren und

· die Bündnispartner im Amazonasgebiet bei der aktiven Regenwalderhaltung zu unterstützen

UMWELT

Eine intakte Umwelt ist unser Kapital für die Zukunft!

Vorallem der Lebensraum LÄNGSEE muß erhalten und geschützt bleiben. Ein Ziel wird es sein, daß unsere Gemeinde Klimabündnisgemeinde wird.

Eine Transitautobahn paßt nicht in dieses Konzept!

Bei der Wasserversorgung können wir auf eigene Quellen zählen, trotzdem ist auch der Anschluß an die Wasserschiene Kappl-Klagenfurt gut vorbereitet.

Bei Wasser und Kanal werden wir auch in Zukunft verantwortlich wirtschaften.

Den erfolgreichen Weg fortsetzten, zum Wohle unserer Gemeindebürger und unserer Urlaubsgäste.